Dieses Fanficiton ist von Lanfear Celestis. Bitte wendet euch bei Kritik oder Anmerkungen direkt per Botschaft an sie oder schreibt es einfach in diesen Theard.
Hallo, hier kommt der Anfang meine House of Night Fanfiction!
Ich habe nur die Grundidee der Bücher aufgegriffen, an die Charaktere, die wir alle lieben, traue ich mich im Moment nicht heran...
Bin gespannt, was ihr davon haltet...
Ich schreibe bestimmt noch weiter, hab mich selbst in Lucia verliebt^^
Ach ja, mein Word macht aus jedem Vampyr automatisch Vampir, stört euch bitte nicht daran.
Vampirkind
„Du wurdest gezeichnet!“
ENDLICH!
Er grinste mich an und verschwand.
Es war ja nicht so, als hätte ich es nicht erwartet.
Es war ja nicht so, als wüsste ich es nicht.
Denn ich bin das Vampirkind.
Aber lasst uns am Anfang beginnen. Mein Name ist Ciar-Tara Elvers. Ja, ich weiß, ich frage mich auch, welche Drogen meine Mutter genommen hat - ich nenne mich Lucia.
Als Cosette, meine Mutter mit mir schwanger wurde, war sie erst 13. Und noch vor meiner Geburt wurde sie gezeichnet. Mein Vater auch.
Nun können Vampire aber normalerweise keine Kinder bekommen. Deswegen bin ich ziemlich einzigartig…
Und jetzt ist es amtlich – eine kleine, saphirblaue Mondsichel zierte meine Stirn. Und in vier Jahren würde ich ein Vampir sein. Zumindest hoffe ich das. Niemand weiß so genau, ob und wie meine ungewöhnliche Geburt meine Wandlung beeinflussen wird. Wenn ich es nicht überlebte, werde ich Nyx drüben jedenfalls ordentlich in den Arsch treten!
„Lu? Träumst du?“, fragte meine beste Freundin Zilan irgendwo hinter mir.
Ich drehte mich um und grinste sie an. Zuerst sah sie mir in die Augen, doch dann traf ihr Smaragdblick mein Mal.
„Oh, Lu, endlich!“, kreischte sie und warf stürmisch die Arme um mich. Ihre roten Haare erstickten mich fast, bis sie mich wieder losließ und sofort zu Philomela, unserer Hohepriesterin, schleppte.
Wie üblich platzte sie in das Büro, ohne vorher anzuklopfen - ihr Name, der Sturm bedeutete, war passend gewählt.
Und jetzt konnte ich endlich meinen bescheuerten Namen loswerden. Was denkt sich denn eine Mutter, dass sie ihr Kind Schwarzer Stern nennt?
„Zilan“, sagte Philomela mit ihrer Stimme, die immer zu singen schien. Auch ihr Name, Nachtigall, passte perfekt. Sie nickte meiner Freundin zu und fixierte sie einen Moment lang mit ihren beinahe schwarzen Augen.
Dann sah sie mich an.
„Tara“
Ihre Augen durchleuchteten mich.
Sie konnte mir immer in die Seele blicken. Natürlich, alle erwachsenen Vampire haben gewisse, übersinnliche Fähigkeiten, aber Philomela durchdringt einen völlig. Vor ihr gab es keine Geheimnisse.
„Ah. Das haben wir ja erwartet… Dann muss ich dich wohl ab jetzt auch Lucia nennen“
Sie seufzte. Aus irgendeinem Grund mochten die erwachsenen Vampire meinen Namen. Aber ich hatte das Recht, meinen Namen zu ändern.
„Lucia Night“, sagte ich sofort. Ich wählte denselben Nachnamen, den auch Zilan letztes Jahr hier genannt hatte.
„So, dann seid ihr jetzt also offiziell die Night-Schwestern. In ein Zimmer kann ich euch zwar nicht stecken, aber in deinem Schlafsaal ist noch ein Bett frei – Sora wohnt noch allein“
„Sora?“, fragte ich. Ich dachte, ich würde jeden im House of Night kennen…
„Sie ist auch frisch gezeichnet. Ich denke, du wirst sie mögen“, erklärte Philomena
„Ich hab sie gestern kennen gelernt. Du wirst sie mögen“, stimmte Zilan zu.
Ich nickte.
„Gut, dann brauche ich dir ja nichts mehr zu erklären“, meinte die Hohepriesterin lächelnd und sah zurück auf die Blätter auf ihrem Schreibtisch.
Dieses Spiel kannte ich nur zu gut. Für sie war das Gespräch beendet und sie würde uns ignorieren, egal was wir noch sagten.
Sie hielt nicht viel von überflüssigen Gesprächen.
Also gingen wir.
Ich sah schnell auf die Uhr – es war zwanzig nach Sieben, die meisten Jungvampire waren wohl beim Essen und an jedem anderen Tag müsste ich jetzt zur Schule. Aber das würde jetzt nicht wieder passieren.
Zilan folgte mir zu meinem „Kinderzimmer“ das bei den Zimmern der erwachsenen Vampire lag – neben dem meiner Mutter Cosette.
Ich war froh, dort weg zu kommen.
Ich hatte schon längst gepackt – ich hatte seit Monaten darauf gewartet, endlich zu den Jungvampyren zu ziehen – also nahmen Zilan und ich jeder eine Tasche und trugen meinen ganzen Besitz in den Gemeinschaftsraum, in dem ich sowieso den Großteil meiner Freizeit verbrachte.
Es war ein cremefarben tapezierter Raum mit großen Fenstern, vor denen rote Vorhänge hingen. Ungefähr in der Mitte wurde er von einer Papiertrennwand ungleich geteilt. Der vordere Teil war ein Aufenthaltsraum mit gemütlichen Sesseln und Sofas. Im hinteren Drittel befand sich ein Fernsehzimmer mit Playstation, Nintendo Wii, und allem, was man sich sonst noch wünschen kann.
Hier vorne führte links und rechts jeweils eine Treppe zu den Doppelzimmern, in denen wir Jungvampire schliefen. Auf jeder Seite gab es fünf dieser Räume. Hinter dem Fernseher führte eine zweite Tür in eine Küche, in der es definitiv nicht alles gab, was man sich wünschen konnte – erwachsene Vampire haben alle einen Tick, es gibt hier nur Bio-Essen, nur ab und zu Mal Chips oder Schokolade.
Zilan führte mich die rechte Treppe hinauf, was mich enttäuschte, denn das hieß, dass ich auf der falschen Seite wohnte. Sie selbst wohnte im letzten Raum links. Es würde also nicht allzu viele heimliche Besuche am Tag geben können.
Ich würde mir mit dieser Sora das erste Zimmer rechts teilen.
Meine Freundin stellte meine Tasche ab und klopfte. Nichts geschah.
„Wahrscheinlicht ist sie gerade in der Cafeteria“, riet ich und Zilan nickte, bevor sie die Tür öffnete.
Das Zimmer sah genauso aus, wie jedes andere hier. Doch Sora hatte ihrer Hälfte in der kurzen Zeit, die sie schon hier war, schon eine persönliche Note gegeben.
Sie hatte das Bett mit lila gemusterter Bettwäsche bezogen – jeder bekam hier umsonst weiße vom House of Night – und darüber hing ein ungewöhnlicher Traumfänger.
Ich bezweifelte sofort, dass man so etwas kaufen konnte.
Auf ihrem Nachttisch lagen ein verschlossenes Tagebuch, ein Amethyst, ein kleines Holzkästchen, eine zerfledderte Gesamtausgabe aller drei Herr der Ringe Bände und "Ramses – Sohn des Lichts" von Christian Jacq, in dem etwa in der Mitte ein Lesezeichen steckte. In ihrem Regal standen viele weitere Bücher, doch das oberste Brett war zu einem kleinen, persönlichen Altar umfunktioniert worden.
Darauf standen zwei weiße Kerzen, ein Kelch, ein Messer, ein runder Stein, eine Muschel, eine Feder, eine rote Kerze und die Statuen einer Göttin und eines Gottes, die ich nicht erkannte.
Die Göttin war jung, schlank und trug einen Köcher auf dem Rücken, in einer Hand einen Bogen und in der anderen eine Mondsichel. Neben ihr hatte Sora einen winzigen Hund aufgestellt, der bedrohlich die Zähne fletschte.
Der Gott sah ihr erstaunlich ähnlich, trug einen Bogen neben dem Köcher auf dem Rücken und ein Instrument in der Hand. Wo sie den Mond trug, barg er die Sonne in seiner Hand.
„Lu? Träumst du?“, fragte Zilan wieder und erst jetzt bemerkte ich, dass ich schon eine ganze Weile den Altar anstarrte.
„Kennst du sie?“, fragte ich.
Zilan schüttelte den Kopf.
„Es wird interessant. Wir hatten noch nie jemanden hier, der überzeugt von einer anderen Religion war. Wie wird sie wohl darauf reagieren, dass Nyx hier alles durchdringt?“, fragte sie sich laut.
„Das ist völlig in Ordnung für mich“, meldete sich eine silberhelle Stimme hinter ihnen. Die Freundinnen wirbelten herum und ich starrte meine neue Mitbewohnerin an.
Zilan und ich sahen beide nicht schlecht aus. Zilan war eine rothaarige, irische Fee, zierlich, stürmisch und mit einer wirklich selbstbewussten Ausstrahlung. Ihre Mutter war wirklich Irin gewesen.
Und wenn Zilan eine Fee war, war ich ein Engel – blonde Locken und blaue Augen.
Doch Sora war eine Göttin, eine griechische Königin… Ich war mir nicht sicher, ob ihr Haar sehr dunkel braun oder schwarz war, ihr Gesicht war spitz und makellos, ihre dunklen Augen waren von beinahe unendlich langen Wimpern umrahmt.
Ihr Haar war in einem einfachen Pferdeschwanz zurückgebunden, was an ihr elegant aussah und reichte ihr trotzdem noch bis zur Hüfte. Selbst für einen Vampir war das ungewöhnlich lang – und sie war ja gerade erst gezeichnet worden!
Sie war schlank und ihre Haut war braun. Ich hatte das Gefühl, dass die Farbe immer so war und nicht durch den vampirischen Sonnenentzug verblassen würde.
Und ihre Hände sahen so wunderschön aus. Ich konnte es nicht wirklich festmachen… es waren eben schlanke, gepflegte Hände mit klar lackierten Nägeln, aber irgendwie wirkten sie majestätisch.
Sie trug ein enges, schwarzes Top, in dem ihre (vermutlich) A-Körbchen definitiv wie eine perfekte Oberweite wirkten und über dem Herzen prangte Nyx Spirale, das Zeichen der Untersekunda, das ich mir selbst auch schon aufs T-Shirt geklebt hatte.
In einer schlichten Jeans und schwarzen Stiefeln sahen ihre Beine unendlich lang aus.
„Ich bin Sora“, unterbrach sie mein Starren.
„H-Hi, ich bin Lucia. Ich wohne jetzt auch hier“, erklärte ich schnell.
„Mich kennst du ja schon, ich bin Lus ABF“, meinte Zilan und begann schon mal, meine Sachen in meinen Schrank zu werfen. Ich half ihr natürlich und als wir fertig waren fragte ich Sora:
„Hast du schon gegessen?“
Sie schüttelte den Kopf.
„Willst du mitkommen?“, fragte Zilan sofort.
„Sehr gerne“, sagte sie und schenkte uns ein bezauberndes Lächeln. Obwohl es unglaublich war, machte es sie noch schöner.
Ich fühlte mich fast, als sei ich in sie verliebt…
Wir gingen also durch das halbe Schloss, das unsere Schule war, bis zur Cafeteria.
„Wie kommt es eigentlich, dass ihr Freunde seid, wo du doch gerade erst gezeichnet wurdest, Lucia und Zilan schon in der Obersekunda ist? Ihr könnt euch doch erst seit ein paar Stunden kennen?“, fragte Sora.
Wir lachten beide und ich erklärte:
„Ich wohne hier, seid ich sechs bin. Meine Eltern wurden beide gezeichnet, während sie schwanger war… Ich habe erst bei meinen Großeltern gelebt, bis Cosette, meine Mutter, mich hier her geholt hat“
„Ciar-Tara“, rief sie überrascht aus.
„Ja, aber ich hasse diesen Namen. Ich hab schon ewig darauf gewartet, endlich meinen Namen ändern zu dürfen. Jetzt heiße ich Lucia“, erwiderte ich schnell. Ich wollte kein schwarzer Stern sein.
Je schneller ich den Namen los wurde, desto besser!
„Entschuldige bitte. Ich kann verstehen, dass jemand seinen Namen loswerden will…
Ich hieß Victoria Monique Elizabeth November“
“Den hätte ich auch in die Wüste geschickt“, meinte Zilan lachend.
Wir lachten zusammen und als wir uns in die schon fast leere Cafeteria setzten, eine winzige, sandfarbene Katze angelaufen und kletterten an Soras Jeans hoch.
„Hallo Emmy“, murmelte sie und begann sie sanft zu streicheln. Die Kleine schnurrte sofort los.
„Du hast schon eine Katze?“, fragte ich überrascht.
„Ja. Das ist Emerald. Sie kam zu mir, sobald ich das House of Night betreten hatte“
Lg und BB
Lanfear

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