Aloha ihr lieben, diesen Thread eröffne ich für Tranquility
Hey, ich möchte euch gerne den Prolog und das erste Kapitel meiner Geschichte "Little Angel" vorstellen. Sie ist der erste Teil der Reihe "Little Life". Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen.
Prolog
Ein Mädchen: Victoria! Ein Traum: Astronautin werden! Und für diesen Traum möchte Victoria kämpfen. Wenn es da nicht ein Problem geben würde. Als Victoria sechs Monate alt war wurde bei ihr eine seltene unheilbare Krankheit festgestellt: die Mondscheinkrankheit, ein seltener Gendefekt der tödlich endet, wenn man ihn nicht früh genug erkennt. Seit dieser Diagnose stand fest, dass Victoria nie ohne Schutzkleidung in die Sonne darf. Doch seit sie 4 Jahre alt ist stand für sie fest: Sie möchte Astronautin werden! Egal wie! Von Jahr zu Jahr verstärkte sich dieser Traum. Viele lachten sie aus, weil dieser Traum durch ihre Krankheit so gut wie unmöglich wahr zu machen schien. Nur einer hielt zu ihr: ihr Dad. Er arbeitet bei der NASA und hielt in jeder Situation zu seiner Tochter. Als Victoria vier Jahre alt war, war er bei der ISS und seit dem hält die heute 9 jährige Victoria an ihrem großen Traum Astronautin zu werden fest.
Ein kleines Mädchen mit einem großen Traum. Geplagt von einer unheilbaren Krankheit die ihr jegliche Freiheit raubt. Und doch meistert sie ihr Leben wie jedes andere Kind in ihrem Alter. So als wäre sie Kerngesund, obwohl sie jeden Tag aufs neue an ihre Krankheit erinnert wird. Das ist die Geschichte von Victoria Moonlight Mc.Leod.
Kapitel 1 Alltag
Es war 06:45 Uhr als der Wecker klingelte. Victoria streckte sich einmal ausgiebig und schaltete den Wecker aus. Heute war ihr erster Schultag im vierten Schuljahr . Auf diesen Tag freute sie sich schon lange. Ihr letztes Schuljahr auf der Cape View Elementary School. Gut gelaunt stand Victoria – die von ihren Freunden und ihrem Vater auch Vicky genannt wurde – auf. Ihre neue Schuluniform, die extra für sie angefertigt worden war, hatte sie sich bereits am Vorabend raus gelegt. Eine lange schwarze Hose die unten einen leichten Schlag hatte, eine langärmlige weiße Bluse mit Kragen und darüber eine schwarze, enganliegende Weste auf die das Emblem ihrer Schule und ihr Name gestickt war. Und alles war von innen mit einem UV-Licht undurchlässigen Stoff ausgestattet der Vicky vor den für sie tödlichen UV-Strahlen der Sonne schützte.
Draußen ging bereits die Sonne auf. Das Thermometer das in Vickys Zimmer hing zeigte bereit 22° an. Es würde ein warmer Augusttag werden. Vicky zog die Vorhänge auf und blickte nach draußen. An ihrem Fenster klebte eine durchsichtige UV-Schutzfolie, so das sie problemlos am Tag in ihrem Zimmer sein konnte. Sie wand sich vom Fenster ab und schnappte sich ihre Schuluniform um sich schließlich im Badezimmer umzuziehen. Im Bad angekommen begann die gleiche Prozedur wie jeden morgen: duschen, mit Sonnencreme eincremen, anziehen. Vicky war bereits daran gewöhnt. Sie kannte es nicht anders. Andere Kinder in ihrem Alter würde es nerven sich jeden morgen einzucremen, auch im Winter! Doch für Vicky ist es eine wichtige, alltägliche Aufgabe. Ihre Krankheit ließ da keine Ausnahme zu. Nachdem Vicky sich fertig angezogen hatte föhnte sie sich die Haare und machte sie sich zu einem Pferdeschwanz zusammen. So hatten alle Mädchen an der Cape View Elementary School die Haare. Eine Regel der Schulleitung um Mobbing oder ähnliches vorzubeugen. Vicky betrachtete sich noch einmal im Spiegel und verließ dann das Bad. Sie ging in die Küche die direkt gegenüber vom Badezimmer lag. Auf dem kleinen Küchentisch der an der Wand stand, stand Vickys dunkelblaue Lunchbox auf der in dicken gelben Buchstaben „Surprise“ stand. Immer wenn ihr Dad, ihr diese Lunchbox hinstellte waren dort tolle Überraschungen drin. Doch sie durfte immer erst in der Schule rein gucken. Als Vicky ihre Lunchbox sah freute sie sich. Sie hasste es wenn ihr Dad ihr nur ein normales Frühstück für die Schule machte. Sie fand das es schon genug alltägliche Dinge in ihrem Leben gab und sie wenigstens so etwas Abwechslung hatte.
Vickys Dad war schon bei der Arbeit. Sein Job bei der NASA begann schon immer um sechs Uhr morgens., oder aber auch erst um 13:00 Uhr ja nachdem wann seine Schicht begann. Victoria sah auf die kleine Küchenuhr auf dem Tisch. Es war 07:18 Uhr. In knapp 20 Minuten kam der Schulbus. Sie hatte also noch etwas Zeit. Sie nahm sich ihre Surprise-Lunchbox vom Tisch und ging in ihr Zimmer. Dort kontrollierte sie nochmal ihre Schultasche, ob sie auch wirklich alles was für den heutigen Schultag brauchte eingepackt hatte. Heute standen Mathe, Englisch, Deutsch, Geschichte und die Wahlfächer auf dem Stundenplan, den sie bereits in den Ferien bekommen hatte. Vicky hatte sich als Wahlfach „Astronomie“ ausgesucht. Alle anderen hatten sie nicht interessiert. Sport, Fotografie, Geologie, alles nicht ihr Ding. Astronomie hatte sie vor einiger Zeit mal der Schulleitung vorgeschlagen und nach einer Umfrage war Astronomie schließlich als Wahlfach aufgenomen worden. Und ihr Dad hatte die Erlaubnis bekommen dieses Fach zu unterrichten. Vicky freute sich als sie ihre Schultasche kontrollierte und an die letzten beiden Stunden dachte. Doch erst mal musste sie die vier anderen Schulstunden und zwei Pausen hinter sich bringen.
Vicky packte noch die Lunchbox in die Schultasche und schloss den Reißverschluss. Sie warf einen Blick auf ihren Wecker: 07:26 Uhr. Noch neun Minuten bis der Bus kam. Vicky zog sich noch eine dünne Jacke, die auch zu ihre Schuluniform gehörte und ihren Schutzhelm an. Dieser bestand aus einer schwarzen Kappe an der hinten schwarzer UV-Licht undurchlässiger Stoff und vorne durchsichtige Folie, die nicht so schnell kaputt ging, befestigt war. Was Vicky auch nicht vergaß waren ihre Handschuhe aus UV-Licht undurchlässigem Stoff. Vicky hängte sich noch ihre Schultasche um und öffnete ihr Fenster. Dann verließ sie die Wohnung, schloss ab und ging aus dem Haus Richtung Haltestelle die nicht weit von dem Haus wo sie Wohnte entfernt war.
An der Haltestelle wartete bereits Vickys beste Freundin Virginia. Die beiden kannten sich bereits seit dem Kindergarten und waren seitdem unzertrennlich. Manche hielten die beiden auch für Schwestern, weil sie sich sehr ähnlich sahen. Virginia kam auf ihre beste Freundin zugelaufen und umarmte sie stürmisch. Die beiden hatten sich fast drei Wochen nicht gesehen, weil Virginia – auch Vini genannt – mit ihren Eltern in Urlaub in San Francisco war. Vini ließ Vicky wieder los. „Ich hab dir etwas aus San Francisco mitgebracht was dir bestimmt gefallen wird“, sagte sie zu Vicky und kramte etwas aus ihrer Schultasche die genau so aussah wie die von Vicky. „Hier ist es“, sagte Vini schließlich und gab Vicky ein kleines buntes aufklappbares Döschen. „Ist das schön“, sagte Vicky und betrachtete es von allen Seiten. „Mach es mal auf“, sagte Virginia und grinste. Neugierig öffnete Vicky das kleine Döschen das sich als Spieluhr entpuppte. Ein kleiner blauschimmernder Delphin klappte hoch und begann sich zu drehen. Die Spieluhr spielte eine Melodie die Vicky noch aus ihrer Kindheit kannte. Doch wie sie hieß wusste sie leider nicht. Fasziniert blickte Vicky auf den kleinen Delphin. „Gefällt sie dir?“, fragte Vini ihre Freundin. „Total“, antwortete Vicky „Sie ist wunderschön, danke“. Vicky strahlte über das ganze Gesicht. „Das freut mich sehr. Ich hab sie gesehen und gedacht das sie dir unbedingt mitbringen muss“, sagte Vini und grinste, Vicky ebenfalls. Dann kam auch schon der Bus. Vicky klappte die Spieluhr zu und hielt sie fest in der Hand. Die Freundinnen stiegen in den Bus und setzten sich auf ihren Stammplatz in der vorletzten Reihe. Der erste Schultag im vierten Schuljahr stand nun kurz bevor.

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